Ende der 1960er zeigte sich ein junger Architekt innovativ und entwarf mit der Serie Sinus Line die Falttechnik für plissierte Lampenschirme. E handelt es sich um Poul Christiansen, der die Idee hatte, dass man über das Falten der Lampen von LE KLINT in rechten Winkeln hinaus Plissees anhand von Wellen falten konnte, die auf mathematischen Sinuskurven beruhten.

Poul Christiansen umgeben von seinen Sinus-Lampen. Modelle von links nach rechts: 170, 169, 171, 167, 175, 172, 179, 178, 501-1.

Eine neue Formsprache

Poul Christiansen wurde an der Architektenschule der Kunstakademie ausgebildet. Bereits bei seiner Aufnahmeprüfung war er von Kurven fasziniert. Unter Regie von LE KLINT wollte er eine Lampe mit einem ruhigen und einzigartigen Faltthema falten, die in ihrer fertigen Form als kugelförmig anstelle von zylinder- oder kastenförmig aufgefasst wurde:

[...] Es waren die einzelnen Sinuskurven, die mir geholfen haben. Die Kurven ritzte ich in eine längliche und fortlaufende Kurve mit einem bestimmten Ausschlag, gefolgt von weiteren parallel laufenden Längskurven mit anderen Ausschlägen, die sich in einem gegebenen Abstand zur ersten befanden.

So zeigte sich, dass sich die verhältnismäßig einfachen Muster in der KUGEL versteckten. So blieb also „nur“ noch die harte Arbeit, die Kurven und Faltungen mit unzähligen Schablonen anzupassen, bis die Lampe die richtige Form hatte. Und das gelang auch! Einige Tage vor Eröffnung der Ausstellung (Anm.d.R.: Separatausstellung „Beleuchtungsskulpturen“ im Januar 1971) stand ich da mit einer einzelnen großen Sinuskugel, die ansehnlich im größten Fenster hin zur Vesterbrogade ausgehängt wurde. Diese wurde später als 172 bezeichnet und mit der Zeit zu einer der bekanntesten und meistverkauften aller „Sinusse“.

- Poul Christiansen, Dezember 2007

Auf einer Möbelmesse im Bella Center im Mai 2003 präsentierte LE KLINT eine riesige Version der 172, die Poul Christiansen gefaltet hatte. Auf dem Bild ist Poul Christiansen mit der 172 Gigant in Tokio im Jahr 2007 zu sehen.

Das schöne Modell 172

Das Modell 172 wurde gemäß den Prinzipien mathematischer Sinuskurven wurde von Hand gefaltet und zu einem der meistverkauften Lampen von LE KLINT. Die skulpturale und fortschrittliche Form der Lampe fügt sich schön in bunt eingerichteten, aber auch in eher schlichteren Häusern ein.
 

Modell 172. 

Die birnenförmige Kometenlampe (Modell 181)

Poul Christiansen hat bereits eine Vielzahl an Modellen für LE KLINT entworfen. Unter anderem entwickelte er 2003 den Kometen oder "Tropfen“, wie er auch genannt wird. Man kann das beliebte Kreuzplissee der Fruchtlampe in diesem Modell wiedererkennen, hier jedoch kommt die klassische Falttechnik noch einmal auf einer neue Weise zum Einsatz, die der Lampe einen anderen Ausdruck verleiht.

Der Komet/Tropfen wurde 2003 entworfen.